Auswährtsspiel Champions League Arsenal London – FC Schalke 04, 23.10.2012 bis 25.10.2012 Teilnehmer: Frauke, Susanne, Andreas, Carsten, Denis , Florian, Haschi, Martin, Steffen, Thomas, Timo 23.10.12, 0.30 Uhr, Raststätte Göttingen Abfahrt für 7 Göttinger Knappen (Susanne, Andreas, Denis, Florian, Haschi, Martin, Thomas und Timo) mit 2 Autos. Fahrer sind Haschi und Thomas. Nach gut 3 Stunden und problemloser Fahrt kommen wir sicher in Frankfurt-Hahn an. Warum das Flughäfchen (die Abflughalle ist nicht größer als der Kaufpark) Frankfurt im Namen tragen darf, erschließt sich uns nicht, fährt man doch von Frankfurt noch gut eine Stunde in Richtung Wiesbaden/Mainz/Koblenz. Die letzten 35 km fährt man auf einer gut ausgebauten Schnellstraße. Die Anreise hat schon mal gut geklappt, Steffen stößt mit einem Mietwagen aus Heidelberg zu uns und Frauke und Carsten sind schon seit Samstag in London. Im Flughäfchen angekommen, wird erst mal ein kleines Frühstück bestehend aus Kaffee und Bier geordert und danach passieren wir die Sicherheitskontrollen. Hier sind nicht alle Teilnehmer bestens vorbereitet und so muss noch die eine oder andere Klarsichttasche für Shampoo, Cremes etc. vor Ort gekauft werden und sich von neuem kontrollieren lassen. Um 6.30 Uhr sitzen wir im Flieger und die „Mission Auswärtssieg“ beginnt. Leider müssen wir uns über schwarz-gelbe Sitze ärgern, aber nach dem Derbysieg kann man das locker verschmerzen. Der Flug dauert 50 Minuten und bei Ankunft erwartet uns das typische Londonwetter. Nebel und Nieselregen. Nachdem allen die Einreise gewährt wurde, machten wir uns auf die Suche zu den Busunternehmen um die Tickets Stansted-London zu kaufen. Wir entschieden uns für die günstigste Variante mit Terravision für 15 £ Hin- und zurück. Günstig ist nicht immer die beste Variante, aber dazu später mehr. Durch die Zeitverschiebung fuhr unser Bus um 8 Uhr ab, vorbei am Olympiagelände trafen wir um kurz nach 9 Uhr schon in der City of London an der Liverpoolstreet ein. Hier sollte uns der Bus in 39 Stunden auch wieder zum Flughafen bringen. In einem Cafe wurde erstmal richtig gut gefrühstückt. So gestärkt ging es zur Liverpoolstation. Dort kauften wir Tagestickets. Mit diesem kann man Bus und U-Bahn den ganzen Tag fahren. Auf gings zum Tower und zur Tower Bridge. Am Bahnsteig kam es zu ersten Gesprächen mit einem englischen Geschäftsmann, der sich als Arsenal-Fan outete und die Gelegenheit nutzte sich über unseren großen FC Schalke zu informieren, da er in 14 Tagen auf Schalke sein würde. Am Tower angekommen war es nur ein kurzer Weg zur Themse mit Blick auf die Towerbridge, die uns in blau und weiß begrüßte. Nach dem ersten Fotoshooting wurde Carsten angerufen um Ihm unsere Ankunft mitzuteilen. Wir verabredeten uns für den Nachmittag in einem Pub am Piccadilly Circus. Danach wurde die Planung des Tages besprochen. Die jüngeren unter uns hatten keine große Lust sich etwas anzusehen, Zitat: „Das haben wir doch alles schon mal im Fernsehen gesehen“. Schnell bildete sich als eine Sightseeing-Gruppe und eine Pub-Gruppe. Timo hatte von einer Freundin einige gute Pub-Adressen am Piccadilly Circus erhalten. Dort wollten wir uns am Nachmittag treffen. Das erste Bier in London trank dann aber die Sightseeing-Gruppe bei der Bootsfahrt auf der Themse mit dem Ziel London-Eye. Um Punkt 12 Uhr hörten wir uns den Glockenschlag von Big Ben an und mussten feststellen, das AC/DC diesen Glockenschlag für Ihren Titel Hells Bells gecovert hat. Weiter, am Houses of Parlament vorbei, zur Westminster Abbey, danach zum Buckingham Palace. Dann hatten wir die Idee im Hard Rock Cafe eine Pause einzulegen. Mit Navi und Stadtplan ausgerüstet sollten es nur 12 Minuten sein. Leider hatten wir nicht bedacht, dass die Zeitangabe für Autofahrer galt. Trotzdem waren wir etwas später da und machten eine kurze Shoppingtour. Danach fuhren wir mit dem schönen roten Doppeldeckerbus zu Piccadilly Circus, nahmen Kontakt zu Florian auf, ließen uns den Weg beschreiben und stießen kurze Zeit später im Pub zu den Anderen. Frauke und Carsten waren auch schon da. Hier wurde der weitere Tagesablauf besprochen, der vorsah, dass wir zum Abschlusstraining ins Emirates-Stadium wollten und Frauke und Carsten vor Ort klären, wann das Training beginnt um uns dann zu informieren. Nachdem ein inbrünstiges „Vorwärts FC Schalke“ durch den Pub schallte, wussten auch die letzten, dass die Göttinger Knappen angekommen waren. Eine Thekenkraft outete sich als Tottenham-Fan (keep calm, hate arsenal) und wünschte uns viel Glück und einen Sieg. Tottenham hat eine ähnliche Freundschaft, wie wir zu denen aus Lüdenscheid. Eine junge Bedienung ließ Timos Herz höher schlagen. Sie war Deutsche, kam aus Berlin und kannte auch noch Göttingen. Um 16 Uhr machten wir uns mit der U-Bahn auf zur Arsenal-Station um im Hotel einzuchecken. Nach kurzem Fußmarsch, der uns sehr lang vorkam, trafen wir auf Vasily den Hotelbesitzer. Grieche, Olympiakos-Fan, Verehrer von Papadopoulos und somit auch Schalkefreund. Er erzählte uns gleich, dass er zum Rückspiel Auf Schalke sein werde und der FC Schalke 04 einen Riesengewinn mit Papadopoulos gemacht hat. Für 2 Millionen gekauft , hat er heute einen Marktwert von 40 Millionen Euro. Bei soviel positivem Gequatsche checkten wir gleich, ob wir unser Gepäck am nächsten Tag kostenfrei deponieren könnten bis nach dem Spiel, was natürlich problemlos ging. Dem Hotel lag gegenüber dem Finsburypark, Treffpunkt aller Schalker um gemeinsam am nächsten Tag zum Stadion zu gehen. Jörg : Eventmanager; Flüge nach London Hin- und zurück ab 44,00 EUR; Hotel mit guten Betten, Dusche mit immer heißem Wasser, Tee und Kaffee incl. für 20£ je Person, zentrale Lage, 5 Minuten bis zur U-Bahnstation Finsbury, 5 Minuten vom UGE Treffpunkt entfernt, 15 Minuten bis zum Emirates-Stadium, Fressbuden, Pubs, Lidl und ein englischer Einkaufsladen mit Bierangebot 24 Flaschen für 14£ in unmittelbarer Nähe Danke Jörg, dass war mal wieder nicht zu toppen. Wie machst Du das? Inzwischen hatte sich Carsten gemeldet, dass Abschlusstraining sollte um 18:30 Uhr beginnen, Eintritt frei. Also ging es nach dem Einchecken und kurzem Auffrischen zum Emirates-Stadium. Vorher mussten wir aber für die iPhone-Abhängigen noch Adapter kaufen um die Stromversorgung zu sichern. Timo war der Weltbeste, der den richtigen Laden fand. Bei Lidl versorgten wir uns mit Bier und einige Fressbuden machten die ersten Bekanntschaften mit uns. Durch die Gassen von Arsenal entdeckten wir dann unseren Pub für danach und an der alten Highbury-Tribüne vorbei gings zum Stadion. Die Ordner waren hilfsbereit und super nett, überhaupt ist es ein sehr großer Unterschied sich in Deutschland oder in London als Fußballfan zu outen. In Deutschland gehen alle Türen zu, Fußballfans verbreiten Angst und Schrecken, auch durch die Lügenpresse und deren Berichterstattung, und man ist als Randalierer/Hooligan abgestempelt. In London öffnen sich die Türen. Alle sind offen sprechen einen an, wollen Infos über den Verein und einen selbst. Auf dem Weg zum Emirate entdeckten wir Schilder, die es einem verboten, am Matchday in einem Umkreis von ca. 1 km zum Stadion Alkohol oder Nikotin bei Strafandrohung von 500 £ zu sich zu nehmen. Wir waren vorgewarnt. Dummerweise hatte jeder von uns einen gewissen Vorrat an Bier für das Abschlusstraining dabei, aber es war ja noch kein Matchday und so gab es einmalig und ausnahmsweise für ausgesuchte Personen aus Göttingen die Option, Bier im Emirates-Stadium zu konsumieren. Das Abschlusstraining war eher unspektakulär, ca. 250 Schalkefans nahmen teil. Sky war auch schon vor Ort und so durften Andreas und Haschi ein Interview zu den Chancen der Schalker gegen Arsenal geben. Arsenal hatte seit 2003 kein Championsleague-Heimspiel in der Gruppenphase mehr verloren. Wir wussten schon im Sky-Interview, dass Schalke nicht verlieren würde. Danach gings in den vorher gesichteten Pub, wo dem Einen und Anderen doch die Müdigkeit überfiel. Wir saßen leicht erhöht auf alten Sofas, die Wände mit Holz beschlagen und einer Kante in Sitzkopfhöhe. Diese wäre Thomas fast zum Verhängnis geworden. Als ihn ein Sekundenschlaf überkam und er hart gegen die Kante mit dem Kopf schlug, entging er nur knapp einem Schädelbasisbruch.. Denis, sein Sitznachbar, konnte sich vor Lachen kaum einbekommen. Ein Problem in der Weltstadt London ist die Sperrstunde. Pubs und alle Lokalitäten müssen zwischen 23 und 24 Uhr schließen. Ausgesuchte Clubs, weinige an der Zahl, dürfen bis morgens umd 3 Uhr geöffnet haben. Für uns war das nach diesem ereignisreichen Tag kein Problem und so ging es nach einem Last Order und einer Kurzbesprechung des nächsten Tages zum schlafen ins Hotel. Matchday 24-10-2012 SMS von Haschis Tochter: Lieber Papa, mir war heute Morgen so langweilig und da habe ich sky angemacht. Dort gab es einen Bericht vom Abschlusstraining von Schalke bei Arsenal. Und, wer war da auf einmal im Fernsehen? DU! Hab ich mich gefreut. Liebe Grüße Deine Tochter Wenn das nicht ein guter Start in den Tag ist!? Für die Sightseeing-Gruppe stand Harrods auf dem Programm. Nach kurzer Besprechung im Hotel mit Florian verabredete man sich für den frühen Nachmittag im Finsburypark oder Hotel um gemeinsam im Block zum Stadion zu gehen und so ging es um 10 Uhr per Tube zum Einkaufsladen mit 5.000 Angestellten. Eigentlich wollten wir dort ein English-Breakfast einnehmen, was aber durch die vielen speziellen Restaurants im Harrods unmöglich erschien. Wahnsinn dieses Geschäft. In der Lampenabteilung konnte man eine Swarowsky-Deckenlampe für 79.000£ kaufen. Standuhren gab es als Special Offer, anstatt 13.999 £, heute nur 11.999 £, ein echter Schnapper. Nach einer kurzen Visite suchten wir uns außerhalb ein nettes Café und hier wurden 3x großes Englisches Frühstück, 1 x kleines Englisches Frühstück, ein Omlette, frisch gepresster O-Saft, Breakfast-Tea und diverse Kaffeesorten eingenommen. Nach dem Frühstück hatte Martin durst auf ein Bier und bestellte eines. Leider hatte die nette Bedienung ihn nicht richtig verstanden und brachte anstatt beer, the bill (die Rechnung). Nach dem kurzen Missverständnis gab es dann Bier und später auch die Rechnung. Danach hatte jeder die Möglichkeit Harrods auf eigene Faust zu erkunden. Danach ging es per Tube zur Liverpoolstation, auf der Suche nach einem Pub für die Nacht. Der letzte Bus zum Flughafen fuhr um 0:10 Uhr und der Nächste dann erst wieder um 3:00 Uhr. Nach mehreren kurzen Einkehrungen mit Flüssigkeitsaufnahme mussten wir wieder feststellen, dass es keinen Pub gab, der länger als 24:00 Uhr geöffnet hatte. Wir kamen in einem Pub mit Bankern ins Gespräch, die bei der Deutschen Bank in London arbeiteten. Martin war entsetzt, dass man bei der Deutschen Bank arbeiten darf, ohne dass man ein Wort Deutsch sprechen kann. Nachdem wir nicht fündig wurden für eine Bleibe in der Nacht, sollte versucht werden, den letzten Bus zu erreichen um nicht 3 Stunden bei Nieselregen und Kälte zu warten. Dann ging es per Tube zu den Göttinger Knappen ins Hotel zurück. Die Biervorräte wurden immer wieder aufgefüllt und die Vorfreude und der Adrenalinspiegel stieg langsam an. Der Himmel zeigte sich inzwischen auch in Blau und Weiß. Der Finsburypark war inzwischen gut gefüllt mit Schalkern, die mit ca. 20 Bussen angereist waren. Mit berittener Polizei vorweg und freundlichen Begleitern flankiert ging es dann im Mob zum Ground. Dort angekommen ging es ohne Vorkommnisse durch die Kontrollen, welche denen in Deutschland gleichen, außer dass Spürhunde eingesetzt wurden. Während der Auswärtsbereich bereits früh voll war und sich einsang, war das sonstige Stadion 10 Minuten vor Anpfiff erst zu 1/3 gefüllt. Generell enttäuschte die Stimmung der Arsenalfans (Fans? Es gab keine Fankurve), man hört nur Schalke- Gesänge durch den Rund schallen. Nicht umsonst sagte man in England bereits über das Highbury Stadium, dort herrsche Library-(Bibliothek)-Atmosphäre. Der Schalker Party sollte das jedoch keinen Abbruch tun. Die Mannschaft lieferte eine Riesenpartie, überragende Akteure waren Afellay und unser Kapitän Höwedes. Der Sieg war hoch verdient. Nach dem Spiel wurde das Gepäck aus dem Hotel geholt und dann gings zur Liverpoolstation. Und jetzt begann das Drama. Die Terravisionbusse schienen alle ausgebucht zu sein. Schalkefans aus Bremen warteten seit 23 Uhr auf einen Bus. Es kam zwar gegen 23:45 Uhr ein Terravisionbus, der war aber auf der letzten Tour in die City und fuhr nicht zurück zum Flughafen. Nun wurde nach Alternativen gesucht. Der Stansted-Train fuhr auch nicht mehr, einzige Alternative war der NationalExpressbus der pro Kopf 8£ kostete. Man konnte sich nicht einigen, sodass sich die Gruppe teilte. Andreas und Susanne entschieden sich für den nächsten Bus, während der Rest dem kalten Niedelregen trotzte und sich auf die Suche nach einem Pub machte, der vielleicht doch noch offen hatte. Morgens um 5:30 traf man sich auf dem Flughafen wieder und wartete im Halbschlaf auf den Check-In für den Rückflug. Auch das klappte relativ problemlos und so war man um 10:30 in Frankfurt/Hahn für die Rückfahrt bereit. Die Verabschiedung fiel sehr herzlich aus. 28.10.12 ah Mit Schalkern kann man Pferde stehlen; Mit dieser Truppe immer wieder gern; Ein einmaliges Erlebnis was uns keiner mehr nehmen kann; das hat Lust auf mehr gemacht; Göttinger Knappen, ein geiler Verein Schalker gut gemacht...